Der große Schlaf

Raymond Chandler gilt als der Pionier der „hardboiled detective fiction“. Er wird in einem Zuge mit Dashiell Hammet („The Maltese Falcon“) genannt und erlangte mit seinem ersten Roman „The Big Sleep“ (dt. „Der große Schlaf“) weltweite Bekanntheit, die ihn bis heute unvergessen macht. Mit diesem Roman schuf er endgültig die Figur des abgebrühten Detektivs Philip Marlowe, dessen Darstellung durch Humphrey Bogart im gleichnamigen Film ihm für immer ein Gesicht gegeben hat.

„Der große Schlaf“ spielt in den späten Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts. Philip Marlowe soll für General Sternwood einen Fall lösen: seine Tochter Carmen wird zum zweiten Mal von A. G. Geiger erpresst. Carmen, ein verruchtes junges Mädchen, das immerzu am Daumen lutscht, stellt Marlowes Nerven nicht nur durch ihr willkürliches Gekicher auf die Probe. Nachts findet er sie nackt und high im Haus ihres Erpressers, der erschossen auf dem Boden liegt. Er rettet sie, doch als er zurückkehrt ist die Leiche verschwunden. Als er sich auf die Suche nach dem Mörder macht, gerät er nicht nur mit dem Gesetz in Konflikt, sondern legt sich auch mit dem örtlichen Gangsterboss an …

Philip Marlowe ist der Ur-Typ des hard-boiled detective; melancholisch, moralisch, er trinkt, raucht, ist grob, desillusioniert und zynisch, liebt seine Waffe, seine Zigaretten, seinen Alkohol, verachtet Frauen, kann aber keiner femme fatale widerstehen, bewegt sich in der Grauzone des Gesetzes und hat Freunde und Feinde auf beiden Seiten. Doch genau das hilft ihm, den wahren Täter in diesem Fall zu finden, bringt ihn aber auch in mehr als nur eine lebensbedrohliche Situation …

 

Raymond Chandler / Thomas M. Müller (Ill.)
22 farbige Illustrationen
Vorsatz aus Zigarettenschachtel-Silberpapier
geprägter Einband mit Schutzumschlag
Lesebändchen

312 Seiten
€ 24,95
ISBN 978-3-86406-022-9