Väter und Söhne

Turgenjews berühmtester Roman über den „Nihilisten“ Jewgeni Basarow, seinen Freund Arkadi Kirsanow, über deren Väter und die beiden Frauen, die von ihnen geliebt werden, ist ein Meisterwerk der Weltliteratur. Matthias Beckmann hat es stimmungsvoll und unter außergewöhnlichem Einsatz illustriert.

Russland 1861, zur Zeit der Abschaffung der Leibeigenschaft. Fesselnd und rührend zugleich beschreibt Turgenjew, wie die Geisteswelt Basarows und Arkadis nach deren Rückkehr aus der Großstadt zurück in die Provinz unweigerlich mit der ihrer Väter zusammenprallt. Turgenjew, ein glänzender Beobachter und großer Psychologe, nimmt diesen Bruch mit Autoritäten und überlieferten Wertesystemen kritisch aufs Korn. Seine Prosa ist von schwebender Leichtigkeit, sein Stil von präziser Eleganz, der Konflikt in Väter und Söhne zeitlos.

Matthias Beckmanns mit Graphitstift angefertigten Konturzeichnungen zeigen Räume, Umgebungen und Gegenstände – mal in der Totalen, mal im Detail. Ihre Entstehung ist eine Geschichte für sich. Denn der Künstler hat sie oft unmittelbar im Angesicht des Motivs gezeichnet, beispielsweise im Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité und dem Musée Carnavalet in Paris. Darüber hinaus dienten auch Bilder als Vorlage. Personendarstellungen entstanden nach Gemälden oder historischen Fotografien.

 

Iwan S. Turgenjew / Matthias Beckmann (Ill.)
Aus dem Russischen von Annelore Nitschke
Mit 80 Graphitzeichnungen von Matthias Beckmann

Dreifarbig gedruckt, gebunden mit Schutzumschlag, Fadenheftung

304 Seiten
€ 26,95

ISBN 978-3-86406-030-4