Tolles Heft 42: Die seltsame Orchidee

In der Kurzgeschichte Die seltsame Orchidee vermengen sich Science-Fiction und das Horror-Genre: Erzählt wird von Wedderburn, einem durchschnittlichen, einsamen und unbedeutenden Junggesellen, der sich nach Abwechslung sehnt – und mehr davon bekommt, als er sich je gewünscht hätte.

„Mir passiert nie etwas, ich möchte wissen, warum? Anderen Leuten passiert immer etwas.“ Und so sammelt er Orchideen und erwirbt unbekannte Sorten in der Hoffnung, dass aus den verschrumpelten Knollen etwas Wunderbares, ein Abenteuer, eine Aufregung werden könnte. Sein Wunsch geht auf makabre Weise in Erfüllung – eine der unbekannten Knollen entwickelt sich zu einer wahren Schönheit: „drei große weiße Blüten mit goldorangefarbenen Streifen; auf der Blütenlippe ist ein bläulich-goldenes Muster. Sie verströmt einen schweren, unerträglichen Duft, der betäubend wirkt.“

Glücklicherweise ist da seine Kusine, die ihn als Haushälterin mit Nüchternheit und Umsicht versorgt, sonst hätte die Geschichte für Wedderburn auch ganz anders enden können.

H.G. Wells / Katja Spitzer (Ill.)
Aus dem Englischen von Ursula Spinner
Mit Originalflachdruckgrafiken in fünf Sonderfarben und einer Beilage
Fadenknotenheftung mit Schutzumschlag

Limitierte Auflage

32 Seiten
€ 16,95

ISBN 978-3-86406-042-7